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E-Ladestationen als Geschäftsmodell für Ihr Unternehmen | EVBox

Geschrieben von EVBox | 05.12.2023 16:43:50

Ladestationen für E-Autos können für Unternehmen gewinnbringende Investitionen sein. Je nach Standort und Branche können Sie mit Ladegebühren jährlich ein Umsatzplus von mehreren Tausend Euro verzeichnen. 

Im folgenden Artikel sehen wir uns unterschiedliche Gebührenmodelle an. Auf Basis des Ladeverhaltens moderner E-Auto-Fahrer*innen kalkulieren wir für Sie, mit wie viel Umsatz Sie pro Monat an verschiedenen Ladestationen (AC- und/oder Schnellladestationen) und an diversen Standorten in etwa rechnen können. 

Dieser Link führt Sie direkt zur Beispielrechnung am Ende des Artikels. 

Neben barem Geld können Ihnen E-Ladestationen auch helfen, … 

  • neue Kundensegmente zu erschließen,
  • die Aufenthaltsdauer Ihrer Besucher*innen zu verlängern,
  • von Cross-Selling-Chancen zu profitieren und
  • Ihren Ruf als nachhaltiges Unternehmen zu stärken. 

Ladestationen für E-Fahrzeuge sind gut fürs Geschäft

Wenn Sie als Unternehmen heutzutage E-Ladestationen installieren, geht es nicht nur darum, mit dem allgemeinen Mobilitätswandel Schritt zu halten. Sie sprechen nach dieser Investition auch neue Kundengruppen an und generieren zusätzliche Einnahmen. Wir möchten Ihnen zeigen, wie Sie E-Ladestationen nicht gewinnbringend einsetzen, sondern die Profitabilität Ihres Unternehmens auch darüber hinaus verbessern. 

 

EV-Fahrer*innen geben mehr bei Ihnen aus

Am heiß umkämpften Markt von heute müssen Unternehmen immer kreativere Wege finden, um für ihre Kund*innen attraktiv zu bleiben. Gleichzeitig gilt es, aus jeder Transaktion maximalen Wert zu schöpfen. Eine der einfachsten Möglichkeiten, um dies zu tun, ist die Installation von E-Ladestationen. 

EV-Fahrer*innen bleiben länger 

Sobald E-Auto-Fahrer*innen bei Ihnen Strom tanken, haben Sie die Chance, ihnen passende Produkte und Services anzubieten, egal ob eine Rideshare-Fahrerin das E-Auto in der Mittagspause für die Heimfahrt auflädt oder ob der Nachwuchscoach die Akkuladung des Teambusses aufbessert, während er Snacks für die Fußballstars von morgen kauft.  

EV-Fahrer*innen sind eher gewillt, Ihr Unternehmen zu besuchen und bei Ihnen Zeit zu verbringen, wenn Sie ihnen Lademöglichkeiten bieten. 

Abhängig von der Ladestation, die Sie installieren, kann es zwischen ein paar Minuten bis zu mehreren Stunden dauern, bis ein E-Auto vollständig geladen ist (auch die Akkukapazität des Autos selbst spielt hier eine Rolle). Für Geschäfte, Restaurants oder Tankstellen sind Schnellladestationen (DC) ideal, da sie selbst die größten E-Autobatterien in unter einer Stunde laden. 

Da jedoch die meisten EV-Fahrer*innen, die zu Ihnen kommen, nicht auf 100 % volltanken müssen, werden Sie die Bedürfnisse der meisten Fahrer*innen auch mit einer Level-2-Ladestation (AC) erfüllen. Dem Großteil von ihnen wird es reichen, die Reichweite ihrer E-Autos innerhalb von einer Stunde um rund 40 Kilometer zu erhöhen. Die beste Lösung ist oft eine Kombination aus AC- und DC-Ladestationen. 

 

Wofür auch immer Sie sich entscheiden, eines ist gewiss: Sobald Sie Ihren Kund*innen praktische Lademöglichkeiten anbieten, ermutigen Sie sie dazu, länger bei Ihnen zu bleiben und mehr Geld auszugeben, während sie ihre E-Fahrzeuge bei Ihnen laden.

 

EV-Fahrer*innen werden auf Ihr Geschäft aufmerksam

Unsere Studie in Zusammenarbeit mit Ipsos zeigte, dass EV-Fahrer*innen im Vergleich zu Durchschnittsbürger*innen gebildeter, wohlhabender und jünger sind. Da das frei verfügbare Einkommen von E-Auto-Fahrer*innen höher ist als das von Benzin- und Dieselautobesitzer*innen, verbringen diese kaufkräftigen Kund*innen nicht nur mehr Zeit bei Ihnen, sie werden bei ihren Besuchen auch teurere Produkte und Services kaufen. Und sobald E-Fahrer*innen wissen, dass sie ihr Auto bei Ihnen laden können, werden Sie rasch zu treuen Kund*innen, die gerne wiederkommen. 

In Deutschland erwägen laut Statista rund 36 Prozent der Autokäufer*innen den Kauf eines Elektroautos. In Österreich liegt dieser Wert laut EY bei rund 32 Prozent und in der Schweiz spielt jede*r Fünfte mit der Idee, ein E-Auto zu kaufen.

Das Interesse ist also da – und die Tendenz steigend. Ihr Unternehmen jetzt als E-Tankstelle zu etablieren, könnte Ihren Standort (oder Ihre Standorte) schon heute zu häufig besuchten Ladedestinationen für EV-Fahrer*innen machen. 

 

Sie positionieren sich als nachhaltiges Unternehmen

Mit E-Ladestationen sorgen Sie auch dafür, dass Ihr Unternehmen auf den zahlreichen Straßenkarten aufscheint, auf denen EV-Fahrer*innen die nächsten Ladepunkte suchen. Die interaktiven Karten stammen zum Beispiel von beliebten Navigationsanbietern wie Google Maps oder Waze oder von speziellen Lade-Apps wie PlugShare und zeigen EV-Fahrer*innen alle nächstgelegenen öffentlichen Ladestationen an. Genau auf diesen Plattformen machen Sie Ihr Unternehmen und Ihre Marke mit Ladestationen vor Ort sichtbarer und gelangen so ins Blickfeld neuer Kund*innen. 

Ladestationen in Ihren Markenfarben und mit Ihren Logos können zudem das Image Ihres Unternehmens verbessern, da Sie sich damit als Unternehmen ganz klar für eine nachhaltige Zukunft aussprechen. 

Immer mehr Menschen machen sich Sorgen um unseren Planeten. Mit Ladestationen für E-Autos auf Ihrem Grundstück, zeigen Sie ein hohes Umweltbewusstsein in Ihrem Unternehmen – und sogar angesehene Nachhaltigkeitszertifizierungen sind so für Ihren Standort einfacher zu erlangen (DGNB, MINERGIE, LEED). 

 

Profitabilität und Preisgestaltung: So generieren Sie mit E-Ladestationen Umsatz

Neue Kundensegmente erschließen, Markentreue fördern und die Menschen dazu bringen, länger bei Ihnen zu bleiben und dabei mehr auszugeben – all das sind gute Gründe für E-Ladestationen. Der direkteste Weg zu mehr Umsätzen führt jedoch über die Einnahmen aus der Nutzung der Ladestationen selbst. Je nachdem, für welches Geschäftsmodell Sie sich entscheiden, können Sie über Ladegebühren zusätzliche Einnahmen generieren, und Ihre Kund*innen werden diese bereitwillig bezahlen.  

Sind E-Ladestationen profitabel?

Ja, sie können definitiv Gewinne bringen. Das Laden von Elektrofahrzeugen ist eine Leistung, für die Fahrer*innen bereit sind zu zahlen – umso mehr, je schneller der Ladevorgang. Wie profitabel Ihre Ladestationen sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Ihr Standort, die lokalen Bedingungen und Ihre Branche. 

Für E-Ladestationen gibt es ein paar grundlegende Preismodelle, aus denen Sie wählen können. Wofür Sie sich entscheiden, hängt davon ab, welches Ziel Sie mit Ihren Ladestationen verfolgen. Sie können die unterschiedlichen Preisstrategien auch testen, um herauszufinden, welche am besten für Sie passt. Auf unserer Lademanagement-Plattform behalten Sie dabei immer den Überblick über Ihre Preisgestaltung und den Stromverbrauch Ihrer Ladestationen und können diese jederzeit schnell und einfach anpassen.

 

Wie Sie mit Ladegebühren Umsatz machen 

Bevor Sie mit Ihren E-Ladestationen etwas verdienen, müssen Sie sich überlegen, wie Sie die Ladevorgänge verrechnen möchten. Da die Ladestationen Ihnen gehören, entscheiden Sie, wie viel Sie für das Laden verlangen. Sie können Ihre Preise bei Bedarf auch jederzeit anpassen.

Ladegebühren auf Basis der Lademenge

In vielen Fällen verrechnen Betreiber*innen von E-Ladestationen die Menge des Stroms, der getankt wird (als zum Beispiel EUR 0,22/kWh im Schnitt in Österreich, EUR 0,32/kWh in Deutschland oder CHF 0,27/kWh in der Schweiz). Auch Preisaufschläge sind möglich, sodass Sie beispielsweise EUR 0,35/kWh in Österreich, EUR 0,45/kWh in Deutschland oder CHF 0,40/kWh in der Schweiz verrechnen. Für einen Ladevorgang für ein E-Auto, das 25 kWh benötigt, bekämen Sie dann: 

EUR 8,75 in Österreich (25 kWh x EUR 0,35/kWh) 

EUR 11,25 in Deutschland (25 kWh x EUR 0,45/kWh)  

CHF 10,00 in der Schweiz (25 kWh x CHF 0,40/kWh) 

Ladegebühren auf Basis der Ladezeit

Wer Ladegebühren lieber nach Zeit verrechnet, kann zum Beispiel auch einen Pauschaltarif pro Minute definieren (zum Beispiel EUR 0,10 oder CHF 0,22 pro Minute). Hat die Ladestation eine Ladeleistung von 7,4 kW pro Stunde und das E-Auto benötigt 25 kWh, dauert der Ladevorgang 

25 kWh / 7,4 kW = ca. 3,5 Stunden = 210 Minuten  

So kommen wir auf Ladekosten von: 

210 Minuten x EUR 0,10/Minute = EUR 21,00 (Österreich und Deutschland) 

210 Minuten x CHF 0,22/Minute = CHF 46,20 (Schweiz) 

Gebührenmix aus Lademenge und -zeit

Nicht selten findet man eine Kombination aus den beiden Preismodellen, zum Beispiel EUR 0,20 pro kWh + EUR 0,18/Minute oder CHF 0,25/kWh + CHF 0,21/Minute. Manchmal greifen die Zeittarife auch erst nach einer bestimmten Parkdauer, um zu verhindern, dass die Fahrer*innen ihr E-Auto geparkt lassen, nachdem es bereits vollgetankt wurde.

Wichtiger Hinweis: Die genannten Preise sind nur Beispiele und können je nach Region und aktuellen Rohstoffpreisen stark variieren. 

Höhere Ladegebühren für Schnellladestationen

In unserer Studie hat sich bestätigt, dass Konsument*innen je nach Ladegeschwindigkeit unterschiedliche Preise erwarten. Handelsübliche AC-Ladestationen sind in der Regel günstiger. An ihnen kann es je nach Modell bis zu sechs Stunden dauern, bis ein E-Auto vollständig geladen ist. DC-Ladestationen, die sogenannten Schnelllader, sind meist teurer, da EV-Fahrer*innen ihre E-Autos rascher laden können (in der Regel dauert es dort nur 15 bis 60 Minuten) und so Zeit sparen 

Der Umsatz, den Sie mit E-Ladestationen machen können, hängt auch von der Art Ihres Unternehmens, von Ihrem Standort und von der Nutzungshäufigkeit ab. In Hotels parken Gäste zum Beispiel oft acht bis 12 Stunden und das in der Regel über Nacht, während sie schlafen. In diesem Fall sind AC-Ladestationen die bessere Wahl.

An Autobahnraststätten oder Tankstellen parken Kund*innen normalerweise nur 15 bis 30 Minuten, während sie sich einen Snack holen oder einen Kaffee trinken. In diesem Fall empfehlen sich Schnellladestationen (DC). An ihnen tanken Ihre Kund*innen in kürzester Zeit und sind rasch wieder zurück auf der Straße.

Wir rechnen vor: Beispiele für das Umsatzpotenzial von E-Tankstellen

Um Ihnen eine Idee zu geben, wie viel Umsatz Sie pro Monat mit Ihren E-Ladestationen machen können, haben wir ein paar gängige Szenarien für Sie durchgerechnet. 

Wie viel Umsatz können Sie mit E-Ladestationen pro Monat machen?****

Ihre Gäste laden ihre E-Autos … 

... während einer Kaffeepause

... während ihres Einkaufs

... während einer Mahlzeit

... während eines Parkaufenthalts

... tagsüber oder nachts

Geschätzte Park-/Ladezeit

15-30 Min.

0.5-2 Std.

0.5-2 Std.

4 Std.

8-12 Std.

Beispiele für die EV
Infra-
struktur*

2 DC-Stationen

2 DC-Stationen
4 AC-Stationen

4 AC-Stationen

20 AC-Stationen

8 AC-Stationen

Geschätzte monatliche Einnahmen aus Ladevorgängen **

Standard location with lower utilization

EUR 2.748***

EUR 1.263***

EUR 564***

EUR 423****

EUR 705*****

Daily station usage 

DC: 4X
AC: N/A

DC: 1 
AC: 2X

DC: N/A
AC: 2X

DC: N/A
AC: 1X

DC: N/A
AC: 1X

Popular location with higher utilization

EUR 5.568***

EUR 2.520***

EUR 1.128***

EUR 846****

 N/A

Daily station usage 

DC: 8X
AC: N/A

DC: 2X
AC: 4X

DC: N/A
AC: 4X

DC: N/A
AC: 2X

Aufgrund der längeren Ladezeiten werden die Stationen maximal einmal am Tag genutzt

*Die tatsächliche Infrastruktur kann sich je nach Standort unterscheiden //  ** Eventuell anwendbarer Betreibergebühren sind hier nicht enthalten. Diese Tabelle dient nur als Beispiel. Die tatsächlichen Einnahmen an bestimmten Standorten können sich von den Werten in der Tabelle unterscheiden. // ***Die Berechnungen basieren auf der Annahme, dass der kWh-Verbrauch an DC-Stationen bei jedem Ladevorgang 40 kWh beträgt und EUR 0,58 per kWh kostet und bei AC-Stationen immer 20 kWh bei jedem Ladevorgang bei Kosten von EUR 0,47 per kWh // ****Die Berechnungen basieren auf der Annahme, dass der kWh-Verbrauch an AC-Stationen bei jedem Ladevorgang 30 kWh beträgt und EUR 0,47 per kWh kostet // *****Die Berechnungen basieren auf der Annahme, dass der kWh-Verbrauch bei AC bei jedem Ladevorgang 50 kWh beträgt und EUR 0,47 per kWh kostet.

Eine weitere Möglichkeit in der Preisgestaltung sind unterschiedliche Ladegebühren für verschiedene Kundengruppen. Sie könnten zum Beispiel von bestimmten Kund*innen (zum Beispiel von Mitgliedern Ihres Treueprogramms) weniger verlangen als von anderen. 

Fazit: E-Ladestationen als Wachstumstreiber

Ob Cross-Selling-Chancen oder zusätzliche Einkommensquelle, E-Ladestationen sind eine großartige Möglichkeit, um Ihr Geschäft anzukurbeln und neue Kund*innen zu gewinnen. Und die Wachstumsprognosen für die E-Mobilität sind aktuell ausgezeichnet.

 
Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, E-Ladestationen in Ihrem Unternehmen zu installieren, finden Sie in unserem aktuellen Sortiment unterschiedliche Ladestationen für Unternehmen, mit denen Sie Ihr eigenes E-Tankstellen-Business starten können, über das Sie dank unserer vernetzten und smarten Lösungen stets die volle Kontrolle behalten.